Zu früh geborene Babys werden dem gewohnten Umfeld der schützdenden Gebärmutter und dem wiegenden Fruchtwasser noch eher entrissen als zum Termin geborenene Babys.
Um dem Neugeborenen ein besseres Gefühl für Gleichgewicht, Bewegung und Körperkontakt zu vermitteln, setzen viele Kliniken Babyhängematten ein, als Unterstützung im Aufbau der entwicklungsfördernden Pflege. Die ruhigen kreis- oder spiralförmigen Bewegungen der Babyhängematten, aufgehängt an einem zentralen Punkt, stärken das Körperempfinden. Die Frühchen können sich mit den Füßen abstützen und sich so selber fühlen.
Gleichzeitig wird die Entwicklung des eigenen Körpergefühls, der Wahrnehmungs- und Gleichgewichtssinne der Neugeborenen gefördert.
Auch die Fachbuchauthorinnen Christiane Rohrbch und Anja Messal empfehlen in ihrem Buch, Fachpflege neonatologische und pädiatrische Intensivpflege, Federwiegen zur Pflege von Frühgeborenen. (S. 118 ff) Zitat:
Vibratorische Wahrnehmung und Stimulation
Neben der somatischen und vestibulären gehört die vibratorische Wahrnehmung zur Basis der sensorischen Entwicklung und ist tief im Menschen verankert. Las Beispiel sei hier der tröstende Zuspruch mit tiefer Stimme genannt.
Kinder hüpfen, stolpern, beklopfen ihren Thorax, während sie Brumm-Töne von sich geben. Sie machen Musik mittels Vibrationen, blasen z.B. auf einem mit Pergamentpapier bezogenen Kamm und verschaffen sich auf diese Weise vibratorische Impulse über das knöcherne und muskuläre System. Das pflegerische Ziel der vibratorischen Anregung ist die Stimulation der Röhrenknochen, die ein Gefühl ds Körperinneren, der Körpertiefe, der Stabilität und des Zusammenhalts vermittelt






