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Warum weint mein Baby?

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Was ist eine Dreimonatskolik?


Dreimonatskoliken sind, der Definition nach, heftige nicht stillbare Schreiattacken bei Babys. Sie treten meistens nach der zweiten Lebenswoche auf und dauern oft bis zum dritten, manchmal auch bis zum sechsen Lebensmonat. in seltenen Fällen auch bis zum ersten Geburtstag. Ein Grund für das Schreien ist meist nicht erkennbar.


Was sind die Symptome einer Dreimonatskolik?


Babys die unter einer Dreimonatskolik leiden haben oft einen vom Schreien angespannten Bauch und zeihen während der Schreiattacke die Beinchen krampfhaft an den kleinen Körper und ballen die Fäuste fest zusammen. Das Gesicht ist häufig vor Anstrengung hochrot und schmerzverzehrt.


Was können die Ursachen der Dreimonatskolik sein?


Für Dreimonatskoliken kommen verschiedene körperliche Ursachen in Frage zum Beispiel eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, eine Refluxkrankheit oder das KISS Syndrom. Dies sollten Sie unbedingt bei einem Kinderarzt überprüfen lassen!

In den meisten fällen sind Babys mit Dreimonatskoliken allerdings völlig gesund und es sind keine körperlichen Ursachen feststellbar. Experten vermuteten dass das Verdauungssystem eines Babys noch nicht ausgereift ist und daher die Verdauung Ihrem Baby zu schaffen macht und vermehrt Blähungen und Bauchschmerzen verursacht.


Was hilft bei Dreimonatskoliken?


Zuerst sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt abklären ob es eine körperliche Ursache für die Dreimonatskoliken Ihres Babs gibt. Keine Sorge: Oft ist dies nicht der Fall.

Eltern haben viele verschieden Dinge „entwickelt“ um ihren leidenden Babys zu helfen. Hier sind einige davon:


  • Der Fliegergriff – dabei legt man das Baby mit dem Bauch auf den Unterarm und trägt es schaukelt durch die Gegend.


  • Fliegergriff-teil in Hilfe bei Dreimonatskoliken

    Fliegergriff



    • Im Tragetuch tragen – Körperliche Nähe beruhigt und spendet Wärme. Der vertraute Geruch von Papa und Mama wirkt zusätzlich beruhigend.


    • Wärme – Kirschkernkissen, Kissen mir Schafswolle gefüllt und Wärmflaschen auf den Bauch legen. Besonders gut funktioniert hat bei uns immer die Luft aus einem lauwarmen Fön!

    ACHTUNG: aufpassen das es nicht zu heiß ist und das Baby verbrennt!


    • Mit dem Kinderwagen spazieren fahren. Die Frische Luft tut auch den gestressten Eltern gut und macht den Kopf frei.


    • Im Auto schlafen viele Babys schnell ein, vielleicht wollte man gerade sowie so die Oma besuchen fahren?


    • Eine Federwiege – Die Bewegung und Begrenzung hilft vielen Babys beim einschlafen.


      Klein in Hilfe bei Dreimonatskoliken




    • Pucken – das feste Einwickeln in eine weiche Decke oder einen speziellen Pucksack gibt Ihrem Baby die gewohnte Enge des Mutterleibes zurück.


    • Massage – mit kleinen kreisenden Bewegungen den Bauch im Uhrzeigersinn massieren kann helfen die Luft aus dem Darm zu streichen.


    • Lauwarme Luft aus dem Fön- hierbei ist unklar ob das Geräusch einen beruhigenden Einfluss hat oder die lauwarme Luft.


    • Fencheltee – dem Kräutertee wird eine entkrampfende Wirkung zugesprochen und hat schon vielen Babys geholfen.


    • Aufstoßen lassen – Nach dem Stillen oder dem Füttern sollten Sie Ihrem Baby die Möglichkeit geben, zuviel geschluckte Luft durch ein Bäuerchen loszuwerden.


    • Die Flasche nicht schütteln – dadurch wird die Milch stark aufgeschäumt und mit Luft durchsetzt. Diese Luft muss dann wieder raus. Das kann schmerzhaft sein!


    • Stillen – Stillkinder leiden seltener unter Dreimonatskoliken


    Wie verläuft eine Dreimonatskolik?



    Wie Sie vielleicht auch festgestellt haben, werden die Beschwerden Ihres Babys in den Nachmittags- und Abendstunden stärker und erfahren ihren Höhepunkt. Wahrscheinlich wird das Schreien dann besonders schlimm, wenn Ihr Baby sehr müde ist und eigentlich gerne schlafen möchte, aber nicht in den Schlaf findet.



    Kann man Dreimonatskoliken vorbeugen?



    Besonders wichtig ist eine ruhige und stressfreie Umgebung, die Ihrem Baby aber auch Ihnen die Möglichkeit gibt zu entspannen. Dann können sich Verkrampfungen und Blähungen bei Ihrem Baby lösen und Sie können gelassener mit der Situation umgehen. Sorgen Sie für einen geregelten Schlaf-Wachrhythmus um eine Übermüdung zu vermeiden. Auch Überreizung fördert das schreien. Geben Sie Ihren Baby die Möglichkeit in einer geschützten Umgebung zur Ruhe zu kommen.



    Welche Medikamente helfen bei Dreimonatskoliken?



    Es gibt verschiedene entschäumende Medikamente zur Behandlung von Dreimonatskoliken. Man sollte jedoch vorher alle anderen Möglichkeiten und Methoden in Betracht gezogen haben, bevor man zur Gabe von Medikamenten greift.

    Wie häufig sind Dreimonatskoliken?


    Dreimonatskoliken sind sehr verbreitet. Jeder achte bis zehnte Säugling ist davon betroffen.


    Der richtige Umgang mit einer Dreimonatskolik


    Bleiben Sie ruhig. Die Zeit der Koliken wird vergehen und Ihr Baby wird wieder ruhig schlafen können. Versprochen!

    Suchen Sie sich Unterstützung. Bitten Sie Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn und Verwandte auf Ihr Babys ein paar Stunden auf zu passen, es spazieren zu fahren oder kleine Aufgaben im Haushalt zu übernehmen. Nutzen Sie die Zeit um sich auszuruhen und zu entspannen. So schöpfen Sie neue Kraft und sind ausgeglichener.

     

    Ihr habt noch mehr Tipps und Hilfen bei Dreimonatskoliken? Lasst es und wissen: Schreibt einen Kommentar oder eine Email! Wir freuen uns!


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