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Ein Baby wird nicht mit einem geraden Rücken geboren, denn während der Zeit im Mutterleib, liegt Ihr Baby mit einem gerundeten Rücken.
Wichtig ist, dass der kleine Rücken im ersten Lebensjahr noch in seine naturgegebene Form fallen kann. Auch beim Kleinkind ist es vor allem noch während des Schlafs wichtig.
Nach der Geburt befindet sich der Rücken in einer Totalkyphose, d.h. der Rücken ist rund und die die Wirbelsäule umgebenen Musklen sind noch zu schwach um diese zu stützen. Auch die Bandscheiben erfüllen noch nicht die Aufgabe.


Die einzelnen kleinen Wirbel sind sehr empfindlich und bedürfen einer Unterstützung beim Tragen und auch beim Liegen.


Beim Tragen ist mit einer guten Tragehilfe oder einem fest gebundenen Tragetuch zu gewährleisten, dass die gesunde Rundrückenform gegeben ist.


Abzuraten ist von Tragehilfen, bei denen Ihr Baby eher sitzt oder hängt oder gar den Blick nach vorne hat. Dabei fällt es in eine sehr schädliche Hohlkreuzstellung.


Beim Schlafen gibt eine Babyhängematte, die sich der natürlichen Haltung des Babys anpasst, Ihrem Baby die nötige Unterstützung. Wichtig ist auch, dass sich dabei das Gewicht des Körpers auf den ganzen Körper verteilt und dabei die sonst so typischen Auflagepunkte Steiß, Hinterkopf und Hüfte entlastet.


In dem Moment, wo sich der Rücken Ihres Kindes runden kann, kippt sein Becken leicht nach vorn. Dieses Kippen ermöglicht eine gesunde Entwicklung der Hüftgelenke Ihres Kindes. Dabei ist der Rücken bei Babys runder ist als bei älteren Kindern. Wenn dagegen der Rücken Ihres Kindes gerade oder gar ins Hohlkreuz gedrückt wird, kippt das Becken eher nach hinten. Dies kann die Entwicklung der Hüftgelenke negativ beeinflussen.


Das allmähliche Aufrichten der Wirbelsäule im ersten Lebensjahr beginnt mit der Halslordose, wenn das Baby beginnt seinen Hals allein aufrecht zu halten, danach folgt die Brustkyphose. Dann kann das Baby bereits sitzen. Zum Abschluß richtet sich der kleine Körper auf und beginnt zu stehen und schließlich zu laufen. Dies nennt sich Lendenlordose.
Ein Kind, das laufen kann, zeigt die typische bekannte Wirbelsäule in S-Form.

3 Kommentare für “Warum der runde Rücken so wichtig ist…”

Januar 24th, 2010 um 19:37 Uhr

Sehr gut und informativ geschriebener Text!! Toll :)

Angelika
August 16th, 2010 um 15:39 Uhr

Danke für die Tipps! Ich habe gedacht, dass es einem Baby nichts ausmacht, wenn es sitzt (z.B. in einem Tagetuch). Sonst gäbe es ja nicht solche Tücher, oder?
Es ist schon wahnsinnig interessant, wenn man mitvervolgen kann, wie das Baby wächst und schon fast tägich sein Aussehen (in der ersten Zeit) ändert.
Wichtig was ich anderen Müttern auf den Weg geben kann: “Habt keine Angst etwas falsch zu machen!!! Ich zum Beispiel habe immer Angst gehabt, was ich meinem Baby zum essen geben soll, denn die ganze Babynahrung ist ja – man kann fast sagen “verseucht” mit Chemie. Meine kleine Charline hat am Anfang weiße kleine Pickel fast überall auf dem Körper bekommen. Ich habe es aber wieder mit Kamille-Wasser in den Griff bekommen. Manchmal muss man einfach ausprobieren und sollte sich selber vertrauen!

August 18th, 2010 um 15:26 Uhr

Hallo Angelika,

“Sitzen” in einem Tragetuch ist auch nicht schädlich für den Rücken, denn ein Tragetuch ist so flexibel, dass es sich wunderbar an den kleinen Körper anpasst und überall dort abstützt wo es notwendig ist.
Nicht so gut ist zum Beispiel ein langer Aufenthalt in Babyautositzen, denn dort wird die kleine weiche Wirbelsäule unnatürlich abgeknickt und die Schale kann sich auch nicht an den Rücken anpassen.

Babyautositze sollten also wirklich nur für den Transport im Auto verwendet werden und nicht unbedingt als Schlafplatz oder Kinderwagenersatz.

Dann lieber ab ins Tragetuch!

Liebe Grüße
Angie von BabyDreamers

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